Der letzte Weg
Textile Arbeit, ca. 55 × 80 cm
Merinowolle, Fundstück aus Holz
Der letzte Weg zeigt eine Stadt nach dem Überschreiten ökologischer Kipp-Punkte.
Die Architektur ist auf ein Fragment reduziert, eingebettet in eine steppenartige Landschaft, die sich zurückgenommen hat. Zerstörung erscheint hier nicht als Ereignis, sondern als Zustand.
Ein schmaler, dunkler Weg führt auf die Ruine zu – weniger als Einladung, mehr als Spur. Er markiert den letzten Zugang zu einem Ort, der seine Funktion und Zukunft verloren hat. Die Landschaft wirkt nicht feindlich, sondern gleichgültig: Sie existiert weiter, unabhängig vom Menschen.
Im Vordergrund steht eine einzelne Löwenzahnblüte. Sie ist ein stilles Zeichen von Widerständigkeit – Hoffnung nicht als Versprechen, sondern als Möglichkeit.
Das Werk reflektiert die Frage, was bleibt, wenn Kontrolle, Wachstum und Fortschritt ihre Selbstverständlichkeit verlieren.