Shirin Yoku
Filz (Merino-Wolle), Holzfundstück
In Shirin Yoku entführe ich die Betrachter:innen in eine stille, grüne Welt, in der das Sehen atmet und das Gefühl atmet mit. Die Komposition entstand aus der Erinnerung an das Schmetterlingshaus im Palmengarten – ein Ort, an dem Farbe, Licht und Bewegung zu einer sanften, organischen Harmonie verschmelzen.
Die üppigen Grün-Töne und textilen Schichten wirken beruhigend und einladend; sie öffnen einen Raum, der wie ein Atemzug im Wald wirkt. In der japanischen Praxis des Waldbadens – Shirin Yoku – wird genau dieses Eintauchen in die Natur als heilsame Erfahrung verstanden: Wahrnehmung statt Leistung, Präsenz statt Konzept.
Die filigranen Schmetterlinge, durch ihre Farbigkeit Akzente setzend, erinnern an Begegnungen mit Leichtigkeit und Verwandlung. Das beiliegende Holzfundstück steht für die Erdung, den rohen Kontakt zur Natur, der in der stillen Betrachtung von Grün und Form spürbar wird.
Shirin Yoku lädt ein, in eine meditative Grünlandschaft einzutauchen, die das Sehen zur Achtsamkeit macht – ein Moment der Ruhe inmitten der Welt.